

Dokument für die vorübergehende Planung und den Brandschutznachweis von hinterlüfteten Photovoltaik-Fassaden.
Sehr gute bis durchschnittlich geeignete Fassadenflächen in der Schweiz bieten ein Potenzial von etwa 17 TWh Jahresproduktion, wobei ungefähr 40 bis 50% davon im Winterhalbjahr anfallen dürften. Dadurch haben PV-Fassaden das Potenzial, bis zu 10% des schweizerischen Strombedarfs zu decken, ohne ungenutzte Flächen zu beanspruchen.
Für PV-Anlagen auf Dächern gibt es klare Richtlinien zum Brandschutz, die von Swissolar in einem Ende 2022 aktualisierten Stand-der-Technik-Dokument zusammengefasst sind, das sich auf das „Brandschutzmerkblatt Solaranlagen“ der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) bezieht. Für PV-Fassaden gibt es jedoch noch keinen vergleichbaren Stand der Technik, da die erforderlichen Grundlagen durch aufwändige Brandversuche erst erarbeitet und verifiziert werden müssen.
Das neue Übergangsdokument „Planung und Brandschutznachweis von hinterlüfteten PV-Fassaden“ von Swissolar schafft einheitliche Standards auf nationaler Ebene und erhöht somit die Planungssicherheit für Bauherren und Planungsbüros. Gleichzeitig wird die Sicherheit in den Gebäuden gewährleistet.
Dieses Dokument wurde von Swissolar in Zusammenarbeit mit der VKF, den Gebäudeversicherungen Bern und Zürich (GVB / GVZ) sowie verschiedenen Experten aus den Bereichen Photovoltaik und Brandschutz entwickelt. Es bietet eine Kategorisierungssystematik für Gebäude mittlerer Höhe (11 bis 30 Meter) und Hochhäuser (30 bis 100 Meter), die zeigt, unter welchen Bedingungen PV-Fassaden ohne spezifische Brandversuche gebaut werden können. In solchen Fällen wird nun ein argumentatives Nachweisverfahren angewendet, das auf Erfahrungswerten aus bisherigen Brandversuchen beruht und Vorgaben zu PV-Modulen, Leitungsführungen, Brandschutzmaßnahmen und anderen relevanten Themen enthält.
Viele Bauherren planen und errichten bereits heute PV-Fassaden und tragen so aktiv zur Energiewende bei. Mit diesem Dokument erhalten sie eine praktikable Lösung, bis die Grundlagen für ein offizielles Stand-der-Technik-Dokument erarbeitet sind, das von Swissolar gemeinsam mit Experten für PV und Brandschutz sowie in Abstimmung mit der VKF erstellt wird. Die Veröffentlichung ist für Herbst 2024 geplant.
Zum Übergangsdokument für Planung und Brandschutznachweis von hinterlüfteten PV-Fassaden
Über Photovoltaik-Fassaden:
PV-Anlagen, die in oder an Gebäudefassaden installiert sind, bieten ebenfalls die Möglichkeit zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie. Im Winter können solche Anlagen bis zu 30% mehr Strom produzieren als gleich große Anlagen auf Flachdächern. Trotz dieses Potenzials werden Fassadenanlagen gegenwärtig noch selten umgesetzt. Das Fassaden-Potenzial in der Schweiz beläuft sich auf 17 Terawattstunden pro Jahr, was einem Viertel des gesamten Photovoltaik-Potenzials des schweizerischen Gebäudebestands entspricht.
Die breite Palette an verfügbaren Modularten ermöglicht es, selbst höchsten Anforderungen gerecht zu werden. Eventuelle Mehrkosten im Vergleich zu anderen Fassadenmaterialien werden in der Regel bereits nach kurzer Zeit durch die Stromerträge ausgeglichen. Zusätzlich zur Einmalvergütung erhalten Fassaden-Photovoltaikanlagen einen Neigungswinkelbonus, dessen Höhe davon abhängt, ob die Anlage angebaut oder integriert ist.
Das Potenzial für Solarstrom aus bestehenden Gebäuden kann auf www.sonnenfassade.ch ermittelt werden.
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